Dichtheitsnachweis nach der DAfStb-Richtlinie
"Wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton (WU-Richtlinie)"

Alternativ zum Dichtheitsnachweis über die Berechnung der Rissbreite wk ist auch der Dichtheitsnachweis mit dem Programm "Dichtheitsnachweis nach der DAfStb-Richtlinie "Wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton (WU-Richtlinie)" der Weitendorf Software GmbH möglich. Dieses Programm führt den Dichtheitsnachweis nach der WU – Richtlinie auf der Basis der Einhaltung einer Mindestdruckzone xII.

Diesem Gebrauchstauglichkeitsnachweis liegt das Arbeitsmodell nach dem Heft 555 des DAfStb zu Grunde, dass die Einhaltung einer Mindesthöhe der Betondruckzone bei Biegung den Wasserdurchtritt durch den Biegeriss verhindern soll. Die in diesem Ansatz definierte Mindestdruckzonenhöhe xII ≥ 30 mm und xII ≥ 1,5*Dmax ist zwar kleiner als der Kapillarbereich im Arbeitsmodells (Heft 555, Seite 7) für die einseitige Beaufschlagung eines Betonbauteils mit drückendem Wasser. Sie reicht nach der WU – Richtlinie aber aus, dass die durch den Kapillartransport zur Spitze des Risses beförderten Wassermengen so gering gehalten werden können, damit unter der Voraussetzung einer stetigen Verdunstung von der Einhaltung der Anforderungen entsprechend der Nutzungsklasse A ausgegangen werden kann.

Um die Wasserundurchlässigkeit von Beton zu gewährleisten, ist die Dichtheit des Betongefüges durch betontechnologische Maßnahmen zu sichern. Für dichte Betone (WU – Betone) ist ein kleinerer Wasserzementwert erforderlich. Nach der DAfStb – Richtlinie für WU – Beton muss w/z ≤ 0,55 gesichert sein. Damit jedoch der Anteil der Kapillarporen klein gehalten wird, sollte ein WU – Beton mit w/z – Werten in den Grenzen von 0,45 ≤ w/z ≤ 0,55 zur Anwendung kommen. Je kleiner der w/z – Wert des Betons ist, je größer ist der Widerstand gegen das Eindringen von Wasser.

Die Betongüte wird im Programm indirekt über den Elastizitätsmodul berücksichtigt. Verwendet man für die Eingabe das Verhältnis Es/Ec,eff dann können in den Dichtheitsnachweisen auch Langzeiteinflüsse erfasst werden.

Alternativ kann der Dichtheitsnachweis auch über die Berechnung der Rissbreiten mit dem Programm Rissbreitennachweise nach DIN 1045, WU-Richtlinie und BUmwS-Richtlinie geführt werden. Diese Nachweisform hat den Vorteil, dass bei einseitig gerissenen Querschnitten die Rissbreite in Abhängigkeit vom Druckgradienten festgelegt werden kann. Daneben kann die Rissbreite so eingestellt werden, dass eine Selbstheilung des Betons erreicht wird.