Unbewehrte Betonwand nach BTB-Typenstatik und DIN 1045-1
Der Bundesverband der Deutschen Transportbetonindustrie (BTB) hat in Zusammenarbeit mit den Instituten für Massivbau und Bauforschung der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH) eine Untersuchung durchgeführt, die einen „entscheidenden Vorsprung für Rationalisierungsprozesse auf Baustellen darstellt“.
Die Bemessungsgrundlagen für die „unbewehrte Wand“ mit Transportbeton haben die Wettbewerbspositionen für Beton als Wandbaustoff deutlich verbessert. Zusammengefasst ist dieses in einer Typenstatik. Sie enthält die für die Bemessung von unbewehrten Wänden erforderlichen Nomogramme und Kennwerte. Gegenüber der nach Norm DIN 1045-1 möglichen Alternative ergeben sich „deutlich reduzierte Wanddicken für unbewehrte Wände aus Beton“. Mit dieser Typenstatik ist eine einfache Bemessung und die Realisierung schlanker Wände aus unbewehrtem Beton möglich.
Die Weitendorf Software GmbH hat auf der Grundlage der oben genannten Typenstatik ein Bemessungsprogramm zur Berechnung von unbewehrten Wänden aus Beton entwickelt. Alternativ kann die Bemessung nach DIN 1045-1, Abschnitt 8.6.7 erfolgen.
Leistungsmerkmale
- Zweiseitig, dreiseitig oder vierseitig gehaltene Wand
- Ersatzstablänge kann manuell vorgeben werden
- Eingabe der Ausmitten am Wandkopf und Wandfuß
- Geneigtes Gelände
- Erddruckermittlung
- Datenbank mit Bodenkenngrößen für nichtbindige, bindige oder organische Böden nach DIN 1055-2
- Datenbanken mit Bodenarten nach von Soos Windbelastung
- Vertikale Verkehrslast (Auflast auf dem Boden)
- Windbelastung, Übernahme der Windeinwirkung
- Normalkraft
- Bemessung nach BTB-Typenstatik für Normalbeton und die Festigkeitsklassen C20/25, C25/30
- Bemessung nach DIN 1045-1 für Normalbeton und die Festigkeitsklassen C12/15 bis C50/60
- Bemessung nach DIN 1045-1 für Leichtbeton und die Festigkeitsklassen LC12/15 bis LC50/55
Beispiele für Anwendungsfälle
- Kelleraußenwand aus unbewehrtem Beton
- Windbelastete Außenwand aus unbewehrtem Beton
- Innenwand aus unbewehrtem Beton
- Wände aus Stahlbeton, bei denen die Bewehrung statisch nicht mehr angesetzt werden darf
- Wände aus Stahlfaserbeton, bei denen die Stahlfaser statisch nicht angesetzt wird
